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De-Colonising the Western Gaze: The Portrait as a Multi-Sensory Cultural Practice

Meine Dissertation befasst sich mit dem okularzentrischen Ansatz, der den westlichen Darstellungen des Andersseins inhärent ist, mit dem Ziel, die Vorstellungen vom Porträt als einer kulturspezifischen Praxis zu erweitern. Die exemplarisch behandelten kulturübergreifenden Projekte, die den Blick auf den Künstler/die Forscherin in performativen Akten der gegenseitigen Repräsentation als dialogische Methode, genannt , richten, umfassen den Joik der indigenen Sámi (), das Spurenlesen der australischen Aborigines () und die weibliche Verschleierung im Jemen () unter Bezugnahme auf ein dieser Forschung zu Grunde liegendes Projekt ().
Die Arbeit umfasst die Teile I und II, sowie eine Einführung und Schlussfolgerung, zusätzlich zu vier Anhängen. Ausgehend von einem feministischen Forschungsansatz und unter Berücksichtigung indigener Methoden bietet Teil I einen kritischen Überblick über relevante und sich überschneidende Literatur zu Theorien des und dem westlichen Begriff des Porträts; er skizziert die Grundlagen, auf denen die untersuchten kulturellen Praktiken als Praktiken der Bezugnahme und des Zuschreibens interpretiert wurden. Während die zentrale Rolle des Fotos als kritisches Werkzeug westlicher visueller Repräsentation anerkannt wird, richtet sich der Fokus auf multisensorische kulturelle Praktiken, die in nicht-westlichen und indigenen Kulturen vorherrschen. Das Hauptanliegen von Teil II ist die Rolle der Vermittlung der Kunstwerke in der Postproduktion, die auf Material zurückgreift, das während intersubjektiver Feldbegegnungen zusammengestellt und an umstrittenen Orten der Repräsentation ausgestellt wurde. Teil II bezieht sich sowohl auf historisch verortete als auch auf zeitgenössische Kunst und anthropologische Forschungspraktiken sowie auf deren Verbreitungsformen und reflektiert kritisch umstrittene Fragen zum Ausstellen und Kuratieren, die mit der Dekolonisierung des anthropologischen Museums verbunden sind.

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