Vermittlungsinstanz
Angelika Böcks Techniken vermitteln zwischen Vergangenheit und Gegenwart (Spuren, eye-tracking-Technik, Porträt, Versuchsanordnung) und zwischen Kunst und Naturwissenschaft („Zeitraum“). Die Künstlerin bringt Personen in Kontakt, die schon lange nicht mehr miteinander kommuniziert haben („Frage-ment“). Sie vermittelt außerdem zwischen Leuten, die sich noch nie gesehen haben, weil sie aus verschiedenen Kulturen kommen („StillePost“, "Seek Me" , "Track Me" "Imagine Me").
Doch auch die Verbindung von innen und außen („innen-außen“), von Alltag und Kunst („Kresse“) und von verschiedenen Sinnen wie Sehen und Hören („Nord-Ost“) steht bei ihren Arbeiten im Vordergrund. Vor allem vermittelt die Künstlerin zwischen verschiedenen Arten des Blickkontakts („eye2eye“), zwischen bewegter und statischer Wahrnehmung („Annäherung“) sowie zwischen unbewusstem und bewusstem Sehen; ihre Vermittlung lädt uns dazu ein, unser Wahrnehmen wahrzunehmen.
Dabei geht es nicht nur um Wahrnehmung im Natur- und öffentlichen Raum, sondern auch um die Selbstwahrnehmung im privaten Bereich, wie „Plots“ zeigt. Die Künstlerin regt hier Monologe von Beteiligten an, welche die Installation zu Dialogen zusammenführt. (Randi Gunzenhäuser)
