Spur
Ob es um den unbewussten Umgang mit Alltagsgegenständen wie Schuhen (Jahrgang) oder Waschbecken (sink) geht, um die künstlerische Darstellung von Körpern im alten Ägypten (Würfelhocker) oder um die Spur des Anderen der eigenen Kultur bei afrikanischen Holzskulpturen (StillePost) – immer wieder erzählt Angelika Böck Sehgeschichten und regt dazu an, das Wahrnehmen wahrzunehmen. Sie beobachtet die Beobachtenden; sie schaut Leuten beim Waschen auf die Finger und beim Laufen auf die Schuhe. Sie interessiert sich dafür, wie Menschen Räume einnehmen und welche Spuren sie hinterlassen. Sie regt dazu an, die eigenen ausgetretenen Wege zu verlassen, um auf den Wahrnehmungsspuren anderer zu wandern. Zu diesem Zweck setzt sie auch die eye-tracking-Technik ein, denn so lassen sich Blickspuren technisch konservieren. (Randi Gunzenhäuser)
