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Geschichte(n)

Die Geschichte setzt sich aus den verschiedensten Geschichten zusammen, die sich je nach Kontext und Autorisierung unterschiedlich gut durchsetzen können. Angelika Böck interessiert sich für die Überschneidung von privaten und kulturellen Wahrnehmungs- und Darstellungsprozessen, wie etwa „StillePost“ oder „Plots“ zeigen.
Spuren des Individuellen und Kulturspezifischen lassen sich in allen Geschichten finden, denn Geschichten sind nicht nur Vermittlungsinstanzen zwischen dem Gestern, Heute und Morgen (Spur), sondern auch zwischen Individuum und Gruppe (Porträt). Jede Wahrnehmung ist das Ergebnis von Geschichte und stellt selbst eine Spur von Geschichten dar, das Ergebnis vergangener, aber nicht vergessener Programmierungsprozesse – ist dabei aber weder mit Sicherheit vorhersehbar noch wiederholbar.
Wie „Smell Souvenir“ deutlich macht, bringen die verschiedenen Sinne unterschiedliche Geschichten ins Spiel, die sich ergänzen, aber auch widersprechen können.
Geschichten sind in Angelika Böcks Arbeiten oft dialogisch aufgebaut, was sich zum Beispiel in „eye2eye“, „Frag-ment“ und „Plots“, aber auch in „blanks“ zeigt, wo mehrere Sehvorgänge aufeinander antworten – einmal beim Erstellen der Blickspurenzeichnungen und dann wieder beim Entziffern der Spuren. (Randi Gunzenhäuser)