Eye-tracking Technik
Der eye tracker besteht aus einer Infrarot- bzw. Videobrille, die den Augenbewegungen folgt, und einem an die Brille angeschlossenen PC, der die Sehdaten auswertet und in Linien und Punkte umsetzt. Die Augenbewegungszeichnungen stellen Sehstudien dar. Sie speichern vergängliche Blickspuren und ermöglichen es, individuelle Augenbewegungen immer wieder nachzuvollziehen.
Die interaktive Installation „eye2eye” etwa knüpft an Arbeiten wie „trans-parent“, „blanks“, „point of view”, „innen-außen“ oder „Nord-Ost“ an, bei denen die Künstlerin eye-tracking-Technik einsetzte, um Gesetze des Wahrnehmens sichtbar und spürbar zu machen. Die Technik ist für Angelika Böck zugleich Inspirationsquelle und Vermittlungsinstanz. Sie vermittelt Nähe, schafft Präsenz, involviert.
Aufwendige Glastechniken, Spiegelsysteme und digitale Aufzeichnungs- und Wiedergabeverfahren ermöglichen es, Unbeachtetes beobachtbar und Ungesehenes sichtbar zu machen.
So lässt sich Vergangenes in die Gegenwart holen. Die Intimität eines vergangenen Blickkontaktes wird augenfällig inszeniert und wieder zerstört; in der Gegenwart entsteht neue Intimität und wird ihrerseits aufgegeben. (Randi Gunzenhäuser)
