Studiolo (Arbeitstitel), seit 2006
STUDIOLO ist eine als Archiv angelegte Klanginstallation, die (seit 2006) VertreterInnen unterschiedlicher Disziplinen rund um die Thematik Erkenntnis befragt.
Auf den ersten Blick gibt es nicht viel zu sehen: ein Innenraum, der entlang der Raumkanten in gedämpftes Licht gehüllt ist. Unzusammenhängende Begriffe sind mit weisser Kreide auf die mit Tafellack bestrichenen Wände geschriebenen. Kreide und Schwamm sind griffbereit. Zwei Ruhebänke, jeweils an den Stirnseiten des Raumes, laden zum verweilen ein. Stimmen sind abwechselnd aus verschiedenen Raumrichtungen zu hören.
Der Besucher, der sich auf einer der beiden Bänke nieder lässt, hört Fragmente aus Interviews mit einer Reihe von Persönlichkeiten die aus ihrer beruflichen oder privaten Perspektive über die Themen Wahrnehmen, Erkennen, Lernen, Verstehen, Erfinden, Wissen und Kreativität sprechen. Die Gesprächsfragmente prallen zufallsgeneriert aufeinander, so dass immer wieder neue Sinnzusammenhänge generiert werden.
An STUDIOLO sind bisher beteiligt:
Jan Assmann, Ägyptologe, Konstanz; Wolfgang Augustyn, Kunsthistoriker, München; Christina von Braun, Kulturtheoretikerin, Autorin und Filmemacherin, Berlin; Michael von Brück, Religionswissenschaftler, München; Carl Djerassi, Chemiker und Schriftsteller, London und Stanford; Bea Ender, Schamanin, Davos; Ernst Peter Fischer, Wissenschaftshistoriker und Publizist, Konstanz; Jürg Frey, Musiker und Komponist, Aarau; Harald Fritzsch, theoretischer Physiker, München; Walter Grünzweig, Kultur-und Literaturwissenschaftler, Dortmund; Lidia Guzy, Religionswissenschaftlerin, Berlin; Thomas Hirschhorn, Bildender Künstler, Paris; Annette Hornbacher, Ethnologin, Tübingen; Olaf Nicolai, Bildender Künstler, Berlin; Michael Öllinger, Kognitionspsychologe und Psychoanalytiker, München; Werner Plate, Heilpraktiker für Psychotherapie, Aachen; Hans-Jörg Rheinberger, Wissenschaftshistoriker, Berlin; Rita Rosen, Psychologische Psychotherapeutin, München; Charlotte Seither, Komponistin, Bonn; Wolf Singer, Physiologe und Hirnforscher, Frankfurt; Fritz Strack, Sozialpsychologe, Würzburg; Silke Tammen, Kunsthistorikerin, Gießen; Marcus Willaschek, Philosoph, Frankfurt
(Stand Juli 2010)






















