Memory Nablus

Kunst im öffentlichen Raum

2011

Diwan al Yassmineh

Nablus, Palästinische Gebiete

Kalkstein, graviert und gefasst

je 10 x je 21 x 30 cm

BewohnerInnen der Stadt Nablus (Kooperation)

Stadt Nablus, Birzeit University (Bauherr)

Goethe Institut Ramallah (Sponsor)

  • MN1
  • MN
  • MN2
  • MN3
  • mN4
  • MN5
  • MN6

Das Kunstprojekt für den öffentlichen Raum der palästinischen Stadt Nablus ist eine Initiative, die ihre BewohnerInnen zur Fortsetzung einlädt: Zehn Inschriften umgeben den Diwan in Yassmineh, einem Quartier das während der Invasion/Intifada stark zerstört wurde. Ein Diwan ist ein traditioneller Versammlungsort in dem Feste gefeiert und Entscheidungen gefällt werden. Die in Steinplatten eingravierten Texte entstanden anhand von Gesprächen mit Einheimischen über »Glückliche Augenblicke«. Die Zitate beschwören beispielsweise Kindheitserinnerung an das freitägliche Badevergnügen in einem mittlerweile zerstörten öffentlichen Brunnen herauf, erinnern an ehemals praktizierte Nachbarschaftshilfe oder an Familienausflüge zu einem heute nicht mehr zugänglichen Berg. Die als Inschriften präsentierten Aussagen stehen unzähligen, über den Stadtraum verteilten Erinnerungstafeln an die Opfer des Israel-Palestina Konfliktes gegenüber. Die Initiative fordert die BewohnerInnen von Nablus dazu auf den öffentlichen Raum mit Hilfe ihrer Erinnerungen wieder zu beleben. Die Arbeit entstand im Kontext der Ausstellung Between Ebal and Gerzim – Cities Exhibition 3rd Edition 2012, einer Veranstaltung die das Birzeit University Museum (BUM) jedes Jahr in einer anderen Stadt Palästinas organisiert.